und hier sind meine Versuche für Datenstrukturen II.
https://github.com/sulea/datastructures
  
Ah, schön, C++! In was für einem Studiengang ist das?
  zuletzt bearbeitet: Thu, 18 Oct 2018 21:41:26 +0200  
@Thomas Runge: Unit-Tests? Ich kümmere mich nicht mal um Deconstructor. Versuche einfach die Algorithmen verstehen, und schön langsam die Programme werden auch besser.
@Herbert: Hagen Fernuni MSc, Computer Science
(Graphalgorithmen, Geometrsiche Algorithmen.)
  
Sehr schön, immer fleißig bleiben 😃
Und Destruktoren sind ja wohl nicht so schlimm, oder gleich RAII nehmen.
  
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Vergesst nicht heute wählen zu gehen! ;)

Hier könnt ihr euch nochmal kurz schlau machen, was euch erwartet.
  
Danke für den interessanten Hinweis, war mir gar nicht bewusst. Ich bin ja nicht mehr in Bayern ansässig - ob das Wahlrecht in meiner Nürnberger Zeit auch schon so war? Kann mich nicht dran erinnern. Damals war Nürnberg noch fest in roter Hand.
  
2) bei der Bezirkswahl gibt es keine 5%-Hürde -- hier lohnt sich also eventuell auch ein Kreuz bei einer kleineren Partei, die nicht in den Landtag käme.
Danke, wusste ich nicht. Es lohnt sich also, hier nicht "taktisch" zu wählen.
 
Wow, das mit der fehlende 5%-Hürde habe ich auch nicht gewusst. Danke schön.

  
Ich habe letzte Woche einen spannenden Vortrag mit dem Titel "Winning the information war -- Fighting Fake News" gehört.

Eine der spannendsten Erkenntnisse für mich war die Feststellung, dass "Fake News" ein ziemlich inhaltsloser Begriff ist, den man (außer als Schlagwort oder Beschimpfung) zu kaum etwas brauchen kann.

Wikipedia definiert "Fake News" wie folgt:

Als Fake News werden manipulativ verbreitete, vorgetäuschte Nachrichten bezeichnet, die sich überwiegend im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien zum Teil viral verbreiten. Zunehmend wurde Fake News auch zu einem politischen Schlagwort und Kampfbegriff.


Das Problem ist aber, dass das meiste, was so an Manipulation in den sozialen Medien kursiert, überhaupt keine vorgetäuschten Nachrichten sind, sondern häufig zumindest teilweise korrekte Informationen enthalten; außerdem sind es keine Nachrichten, sondern Blog-Beiträge, Posts, Videos, usw. von denen ganz klar ist, dass sie nicht von offiziellen Nachrichtenquellen stammen. Und häufig ist das ja gerade das entscheidende, weil am Ende der Schluss stehen soll, dass diese offiziellen Nachrichten von irgendeinem Feindbild gefälscht und damit nicht vertrauenswürdig sind. Ich würde daher sagen, dass die Funktion als politisches Schlagwort inzwischen die vorrangige sein dürfte.

Als Alternative zu dem schwammigen Sammelbegriff hat die Referentin Nina Jankowicz drei verschiedene Begriffe genannt:

* Misinformation: Falschinformationen, die nicht notwendig mit böser Absicht verbreitet werden (z.B. Hoaxes)

* Disinformation: Falschinformationen, die gezielt und in bösartiger Absicht verbreitet werden (z.B. Hetz-Inhalte mit frei erfundenen Vorgängen); und

* Malinformation: korrekte Informationen, die in bösartiger Absicht verbreitet werden (z.B. geleakte Emails oder Chats)

Der Begriff Fake News kann nun irgendwie alles davon abdecken (bei malinformation können die wahren Informationen als Verteidigungsstrategie als Fake News bezeichnet werden), aber ohne zu unterscheiden, was nun wahr und was erfunden ist und welche Absicht hinter der Meldung steht. Diese drei Begriffe sind also etwas genauer und sauberer.

Der Vortrag war natürlich noch deutlich tiefergehender, insbesondere über den Einfluss russischer Gruppen auf europäische Ereignisse und Strategien im "information war", sowie Gegenmaßnahmen. Leider war der letzte Teil ziemlich kurz...

- Thomas
  
CCC UpdatesCCC Updates schrieb den folgenden Beitrag Sat, 13 Oct 2018 10:49:51 +0200
Zu schwache Trefferleistungen, zuviel Falscherkennung und absichtlich geschönte Ergebnisse: Die biometrische Videoüberwachung beim Versuch in #Suedkreuz war kein Erfolg https://www.ccc.de/de/updates/2018/debakel-am-suedkreuz #biometrie


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MINT-Stammtisch Nürnberg/Erlangen hat sein/ihr Profilfoto aktualisiert

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Na endlich mal wieder ein aktuelles Bild! ;o)

  
Das klingt spannend: Lecture: Winning the Information War - Fighting Fake News, englischer Vortag morgen, 9. Oktober 2018 ab 19:00 im Deutsch-Amerikanischen Institut #Nürnberg (Gleißbühlstraße 9).

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Was es nicht alles gibt... Forscher interessieren sich für Immigration bei Mangusten.

Kurz zusammegefasst: Mangusten leben in Gruppen, falls sie den Anschluss an ihre Sippe verlieren können sie aber auch in eine andere Gruppe aufgenommen werden. Dann gibt es eine gewisse Zeit, in der die neuen Gruppenmitglieder vorsichtig integriert werden:
zum Beispiel übernahmen die Tiere erst nach rund einem Monat regelmäßig den Job des für Alarmrufe zuständigen Wächters bei der Nahrungssuche. Überdies vertrauten die alteingesessenen Zwergmangusten dem Neuankömmling auch dann offenbar zunächst noch nicht so recht: Auf Warnrufe von neu eingebürgerten Tieren reagierten sammelnde Tiere deutlich verzögert oder gar nicht.


...aber nach einer Weile verfliegt das Misstrauen und der "Immigrant" wird ein vollwertiges Gruppenmitglied.

Da können wir Menschen doch sicher irgendwas von lernen, oder?

- Thomas

  
Ich habe einen Kommentar Social-Credit-System könnte China weniger repressiv machen auf Heise online gelesen und würde ihn jedem an's Herz legen, der (wie ich) über das Ausmaß der Massenüberwachung in China entsetzt ist -- vor allem die Tatsache, dass viele chinesische Bürger die Maßnahmen begrüßen.

Der Inhalt kurz zusammengefasst: in China ist das Konzept "Privatsphäre" in unserer Form weniger verbreitet. Man sollte wissen, was seine Nachbarn machen und wer sich dem entzieht ist in seiner Nachbarschaft verdächtig. Von da aus ist es nur ein kleiner Schritt zu einer staatlich institutionalisierten Überwachung -- und das hat sogar Vorteile, wenn dadurch beispielsweise Vertrauen geschaffen wird. Unsere Schufa schafft ja auch "Vertrauen" für Geschäftsbeziehungen durch Datensammlung und Überwachung -- ist ein ganz ähnliches Konzept.

Die Frage für uns (westlich geprägte Menschen), die Privatsphäre kennen und schätzen und wollen ist also erstens: warum wollen wir *mal wieder* unsere Moralvorstellungen in der ganzen Welt durchsetzen -- gegen den Willen der restlichen Weltbevölkerung; und zweitens: wenn wir aber den Chinesen ihren Willen lassen, wie können wir verhindern, dass deren Überwachungstechnologie auch bei uns eingesetzt wird -- was ja schon getan wird, wie wir vom letzten Big Brother Avard wissen?

Also sind beide Richtungen aus unserer Sicht nicht so wirklich wünschenswert.

Aber wie können wir uns auf einen Kompromiss verlassen? Beispielsweise: "macht ihr in China mal, aber bitte nur bei Euch" -- sowas wird wohl nicht funktionieren.

Folglich haben wir die Wahl zwischen Kulturimperialismus und drohender weltweiter Totalüberwachung. Was ist das kleinere Übel?

- Thomas
  
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DebXwoodyDebXwoody schrieb den folgenden Beitrag Wed, 26 Sep 2018 16:31:06 +0200
Hallo zusammen,

hier gibt es doch ein paar Linux User,… dann werde ich uns mal vorstellen. ;-)

devLUG steht für deutsche virtuelle Linux User Group

Wir kommunizieren ausschließlich über Dienste im Internet. Unser primäres Ziel ist zusammen Spaß an und mit GNU/Linux zu haben. Unser Fokus liegt unter anderem auf der Softwareentwicklung. Wir tauschen uns aber auch über die Administration von Client-Server-Anwendungen aus, helfen uns gegenseitig bei der Anwendungserstellung und anderen Themen, die uns so interessieren.

Wir haben eine offizielle Gruppe bei Freenode. Hier findest auch unser “Stammtisch” im IRC Channel #devlug statt. Mehr Informationen findest du auf unserer Homepage: Stammtisch

Die wichtigsten Informationen bekommst du auf unser Mailingliste:Mailingliste der devLUG

Wir arbeiten über git Repositories auf gitlab zusammen. So können wir zusammen Informationen austauschen, programmieren, Scripte teilen oder unsere Homepage aktualisieren.

Für Präsentationen nutzen wir Dienste im Internet mit denen man sein Bildschirm freigeben kann, so können wir Vorträge machen (vLUG-Sessions).

Aktuelle Themen auf der Mailingliste und im IRC sind
  • GnuPG / OpenPGP Card / LUKS
  • GNU/Linux in Details oder LFS (Linux From Scratch)
Bitte “Teilen” und weitersagen!

#linux #debian #devlug #gnu #foss

  
Wie alle Nürnberger sicherlich mitbekommen haben sind dieses Wochenende Stadt(ver)fuehrungen. Da habe ich gerade ein ziemlich cooles Projekt kennengelernt: Foodcubes. Einer dieser Foodcubes steht in der Wiese (klingt komisch, ist aber so) und konnte heute bestaunt werden.

Die Idee des Foodcubes ist, auf kleiner Fläche und ressourcenschonend Nahrungsmittel anzubauen, und zwar in einem (fast) geschlossenen Wasserkreislauf: in einem Fischcube leben, wachsen und vermehren sich Fische; aus diesem Aquarium wird ("nährstoffreiches") Wasser in einen Bereich mit Pflanzen geleitet, die die Nährstoffe aufnehmen und damit das Wasser reinigen, bevor es wieder zurückgeleitet wird. Das Prinzip nennt sich Aquaponik, allerdings hier eben sehr platzsparend für den urbanen Raum umgesetzt.

Der Foodcube in der Wiese hat außerdem noch einen Pflanzencube, in dem ganz normal Pflanzen in Erde wachsen und gedeihen. Diese Pflanzen verwenden ebenfalls das Wasser aus dem Kreislauf. Das ganze System wird durch einen kleinen Computer (und per Internet auch von Menschen) überwacht, der Strom dazu ist durch Solarenergie erzeugt -- also auch was den Strom angeht ein in autarkes System.

Sowas ist doch eine tolle Idee, um ein Stück Landwirtschaft in die Stadt zu holen. Man kann Fische beobachten, Pflanzen beim Wachsen zusehen, muss sich dabei um nicht viel kümmern (die Pflanzen müssen ja nicht extra gegossen werden -- nur hin und wieder Wasser für den Kreislauf nachfüllen). Wie gesagt: ziemlich cooles Projekt!

Mal schauen, wie sich solche Urban-Gardening-Projekte weiter entwickeln. Wenn ich sowas sehe hätte ich ja glatt auch mal Lust auf Gärtnern...

Kennt jemand ähnliche Projekte oder macht aktiv bei solchen Projekten mit?

- Thomas
  
Ich habe leider keine Fotos gemacht, weil ich dachte es wird sicherlich online welche geben. Bisher habe ich aber leider nur auf nuernberg.de ein Foto von einem anderen Foodcube gesehen.

Bild/Foto



Falls noch jemand Fotos von einem Foodcube hat: immer her damit ;)
  
Ich bin heute leider beschäftigt... wer etwas zu lesen braucht, dem sei der Heise-Artikel über die Urheberrechstreform empfohlen. Damit werde ich mich heute (später) auch noch eingehender beschäftigen.

Die zentrale Frage für mich ist: sind unsere Pläne für einen öffentlichen Hub damit überhaupt noch möglich ohne ein Upload-Filter-System zu entwickeln? Ändert sich irgendwas, wenn wir Mitglieder nur auf Einladung zulassen, nicht völlig öffentlich? Sind wir als werbefreie Plattform vielleicht (wie Wikipedia) von der Filterpflicht befreit? Fragen über Fragen...

Ich befürchte ja so langsam, dass bei den vielen vagen Formulierungen bei Heise auch die EU-Parlamentarier nicht so genau wissen, was sie da eigentlich beschlossen haben...

Ich habe gestern schonmal in einem Kommentar gefragt, ich frage noch einmal hier: liest hier vielleicht ein Jurist mit, der die Sache verfolgt und bereit ist, (völlig unverbindlich) Fragen von Administratoren zu beantworten? Wir sitzen ja nun fast alle im selben Boot, zumindest wer in der EU wohnt, die Fragen gehen uns also alle an.

Aber das soll es für heute schon gewesen sein. Wie gesagt: ich bin leider ziemlich beschäftigt und sollte mich eigentlich um andere Dinge kümmern :)

- Thomas
  
ohne ein Upload-Filter-System zu entwickeln


Nur um der Frage vorzubeugen: nein, dazu sind wir ziemlich sicher nicht in der Lage...
  
Urheberrechtsreform: Was hat das EU-Parlament tatsächlich beschlossen?

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Das Internet verloren, die Kulturindustrie gerettet –  die geplante EU-Urheberrechtsnovelle lässt viele Deutungen zu. Wir klären, was Sache ist.
  
Ich fürchte nicht. Wenn der Server Beiträge förderiert sind die ja schon für die Öffentlichkeit zugänglich.
  
Aber nicht "direkt"?
  
Hm. Guter Punkt... kennt jemand einen Juristen? ;)
  
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Diese Space-Cubes mit Experimenten drin kenne ich doch von Methodisch Inkorrekt...?

Groovy!

NASA (unofficial)NASA (unofficial) schrieb den folgenden Beitrag Sat, 15 Sep 2018 00:40:24 +0200
Tomorrow’s #ICESat2 launch comes with a bonus — a pair of tiny satellites that will study how energetic electrons make their way into our atmosphere from space. Meet the twin ELFIN CubeSats hitching a ride to orbit: https://go.nasa.gov/2xk690y
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xkcd (unofficial)xkcd (unofficial) schrieb den folgenden Beitrag Mon, 10 Sep 2018 06:30:13 +0200


All I want is a secure system where it's easy to do anything I want. Is that so much to ask?

  zuletzt bearbeitet: Sun, 09 Sep 2018 07:34:10 +0200  
Sigmund Freud hat drei Kränkungen der Menschheit identifiziert:

Kränkungen der Menschheit ist ein von Sigmund Freud im Jahr 1917 geprägter Begriff für umstürzende wissenschaftliche Entdeckungen, die, so Freuds These, das Selbstverständnis der Menschen in Form einer narzisstischen Kränkung in Frage gestellt haben.


1) Kopernikus hat gezeigt, dass die Erde -- und somit der Mensch -- nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Das kratzt natürlich schon am Ego...

2) Darwin hat dann noch gezeigt, dass sich der Mensch durch Evolution aus anderen Spezies entwickelt hat. Also ist auch die Sonderstellung gegenüber der Tierwelt nicht so ganz haltbar.

3) Freud selbst hat schließlich gezeigt, dass der Mensch nicht rational ist, sondern überwiegend Triebgesteuert. Woah... a propos übergroßes Ego... mein lieber Herr Freud! Aber wegen mir darf sich der bescheidene Herr selbst in diese Reihe schreiben. Es passt ja schon ganz gut...

Menschheitsgeschichtlich sind das schon ziemlich dicke Brocken, die wir da schlucken mussten. Und diese Erkenntnisse haben sicherlich die Philosophiegeschichte beeinflusst und unsere Gesellschaft, wie sie heute ist erst ermöglicht.

Aber eine Besonderheit können wir uns noch einreden: ja klar, wir sind nicht der Mittelpunkt des Universums, und wir sind vielleicht aus anderen Tieren hervorgegangen und haben einige tierische Verhaltensweisen, aber immerhin ist der Mensch das einzige Wesen, dass so komplexe Sprachen und Sozialstrukturen entwickelt hat, dass es die ganze Welt beherrscht.

Nun... mach Dich auf die nächste Kränkung gefasst, liebe Menschheit.

Denn wir nähern uns der Schwelle, an der wir die Existenz von Cyborgs akzeptieren müssen. Und das bedeutet, dass es schon sehr bald Mitglieder der menschlichen Gesellschaft gibt, die keine Menschen sind. Die wissenschaftliche Strömung, die diese Fragen stellt und ihnen nachgeht heißt Posthumanization (nicht zu verwechseln mit Transhumanisten -- das sind die gruseligen "geisteskranker Wissenschafter"-Verwandten der Posthumanisten). Posthumanisten fragen sich: wie verändert sich unsere menschliche Gesellschaft, wenn wir nicht nur mit anderen Menschen menschlich interagieren können und müssen?

Da fallen mir doch direkt ein paar aktuelle Fallbeispiele ein... Wie verändert sich der Umgangston zwischen Menschen, wenn unser Nachwuchs gewohnt ist, Geräten Sprachbefehle zu geben? Lässt sich (zwischenmenschliche) Ethik so einfach auf Cyborgs oder menschenähnliche Roboter übertragen? Falls ja, wo hört die Menschenähnlichkeit auf? Hat dann auch der Kühlschrank mit KI und Sprachsteuerung ein Recht auf körperliche Unversehrtheit?

Und wenn wir schon darüber diskutieren, dass nichtmenschliche Wesen Teil unserer Gesellschaft werden können: wie sieht es mit intelligenteren Tieren aus? Wenn die menschliche Ethik auf Cyborgs und Roboter ausgeweitet wird, mit welchem Recht werden Menschenaffen und andere intelligente Tiere ausgeklammert? Und wo ist dann die Grenze?

Diese Fragen werden in naher Zukunft keine philosophisch-akademischen Gedankenspiele sein, sondern auch dem kleinen Mann auf der Straße in die Augen springen. Können wir -- wir alle, als Spezies -- akzeptieren, dass wir Nichtmenschen wie Mitmenschen behandeln müssen? Zuerst einmal müssen wir wohl akzeptieren, dass wir Menschen nicht einmal die einzigen Wesen sind, die zu menschlicher Interaktion fähig sind... und wenn es soweit ist sollten wir einige Sprachkonstrukte kritisch hinterfragen...

Ich glaube, ich muss mal schauen, ob es zu dem Thema schon spannende Literatur gibt!

- Thomas
  
@Thomas Runge Wie kann Dir das zweimal gefallen ?
  
Das zweite ist von meinem Diaspora-Account. Damit meine Kontakte dort auch mitbekommen, dass mir was gefällt ;)

Scherz beiseite: wenn ich es auch mit dem Diaspora-Account like wird es in Diaspora weiter verteilt. Nämlich an alle Pods, mit denen der Account irgendeine Connection hat. Geht also um Reichweite, nicht darum, den Counter zu erhöhen.
 
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Oberlandesgericht: Meinungsfreiheit sticht Hausrecht bei Facebook

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Facebook muss die Meinungsfreiheit und andere Grundrechte so beachten wie der Staat, sagt das Oberlandesgericht München. Interne Löschvorgaben seien ungültig.

  
Heute ist der 1. September. Das heißt, dass der August vorbei ist. Das wiederum heißt, dass die Wetterdaten für den "Jahrhunderthöllensommer"-Monat nun vollständig vorliegen.

Ich habe auf www.wetterkontor.de geschaut, wie der Monat nun im Vergleich zu den letzten Jahren "abgeschnitten" hat: die Durchschnittstemperatur war mit 18,3°C etwa 1,9 Grad höher als im aktuellen 30-Jahres-Durchschnitt für August-Temperaturen, die Niederschlagsmenge war mit 36,3l/qm nur bei 53% des aktuellen 30-Jahres-Durchschnitt für August-Niederschläge. Also kurz und knackig zusammengefasst: im Durchschnitt ungefär zwei Grad wärmer als üblich, aber mit nur halb so vielen Niederschlägen sehr trocken.

Was sagt uns das, dass sich sehr viele über den unglaublich heißen Sommer beschwert haben? Abgesehen davon, dass das hierzulande ja ziemlich normal ist -- im Sommer ist es immer viel zu heiß, im Winter viel zu kalt -- sagt es mir persönlich auch, dass die "Klimaschutzziele" vielleicht nochmal überdacht werden sollten:

Das Zwei-Grad-Ziel beschreibt das Ziel der internationalen Klimapolitik, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Das Ziel ist eine politische Festsetzung, die auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse über die wahrscheinlichen Folgen der globalen Erwärmung erfolgte.


Was bedeutet ein Temperatur-Anstieg von durchschnittlich zwei Grad? Dass der aktuelle August ein völlig normaler Sommer sein wird. Wenn das ein völlig normaler Sommer ist, dann wird es natürlich mal angenehmere Sommer geben, und dann mal wieder extrem heiße Sommer, wo der Durchschnitt nochmal zwei oder vier Grad höher liegt. Der August 2003 war beispielsweise noch etwas wärmer (Durchschnittstemperatur 19,5°C). Eine Studie der EU hat ergeben, dass in diesem Sommer (der nur "ein bisschen wärmer" war als der aktuelle!) über 70.000 Menschen in Europa durch die Hitzewelle starben.

Es sollte mit diesem Sommer auch dem letzten Dödel klar sein, dass die Klimakathastrophe Realität ist. Aber die Ansicht, dass dieses "Zwei-Grad-Ziel" so eine Art "die Politiker streiten da ein wenig rum und dann wird es halt drei oder fünf Grad, aber da wird sich doch eh kaum was ändern"-Gerede ist, da sollten wir als Akademiker mal langsam vehementer widersprechen. Etliche Fachleute tun das bereits:

Das Zwei-Grad-Ziel wird von Einigen für nicht ausreichend angesehen. So bedeutet eine Erwärmung um zwei Grad für indigene Völker eine Zerstörung ihrer Kultur und Lebensweise, sei es in arktischen Regionen, in kleinen Inselstaaten oder in Wald- oder Trockengebieten, sowie den fast vollständigen Verlust aller Korallenriffe weltweit. Die Grenze für ein Abschmelzen der grönländischen Eismassen liegt nach einer im Jahr 2012 erschienenen Studie zwischen 0,8 und 3,2 Grad. Einige Klimaforscher halten das Zwei-Grad-Ziel daher für zu hoch angesetzt und plädieren für ein 1,5-Grad-Ziel. Stefan Rahmstorf bezeichnet den Begriff des Zwei-Grad-"Zieles" als irreführend, da wohl niemand, der "bei Sinnen" sei, eine Erwärmung um zwei Grad herbeiführen wolle. Es gehe vielmehr darum, diese unter allen Umständen zu verhindern.

So plädierte die Deutsche Physikalische Gesellschaft schon im Dezember 1985 und erneut im Jahr 1987, gemeinsam mit der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, für die Einhaltung eines Ein-Grad-Ziels.

In einer im Jahr 2013 erschienenen Studie wurde das Speläothem-Wachstum in sibirischen Höhlen während der letzten 500.000 Jahre untersucht. Demnach reicht eine globale Erwärmung von 1,5 Grad im Vergleich zu den vorindustriellen globalen Durchschnittstemperaturen aus, um ein starkes Auftauen sibirischen Permafrostbodens bis hin zum 60. Breitengrad auszulösen. Da im Permafrost der Nordhemisphäre eine Kohlenstoffmenge gespeichert ist, die zweimal dem vorindustriellen Gehalt der Atmosphäre entspricht, bedeutet dies, dass bereits bei einer Erwärmung um 1,5 Grad ein großes Risiko für eine starke Freisetzung von Methan und Kohlenstoffdioxid aus dieser Quelle besteht, was zu einer weiteren Erwärmung führen würde.

Der Klimatologe James E. Hansen nannte im Dezember 2011 das Zwei-Grad-Ziel ein "Rezept für eine Katastrophe" (original englisch: "a prescription for disaster"). Zusammen mit 15 anderen Autoren veröffentlichte er im Jahr 2015 eine wissenschaftliche Arbeit, in der er unter anderem auf die Gefahren eines sich exponentiell beschleunigenden Meeresspiegelanstieges und extremer Stürme hinweist, die sich bei einer Erwärmung um zwei Grad ergäben.


Und nun, wo wir hoffentlich alle so langsam ins Grübeln kommen, ob ein Temperatur-Anstieg von zwei Grad so pillepalle ist, wie es gerne von Medien und Politikern suggeriert wird kommt noch eine ganz schlechte Nachricht zum Abschluss: das offizielle Ziel beschreibt eine Abweichung zum Vor-Industriellen Zeitalter, also zu den Temperaturen vor 1850. Da liegen wir im Durchschnitt schon 1,2 Grad darüber -- für das "Zwei-Grad-Ziel" bleiben also eigentlich nur noch 0,8 Grad über. Für das 1,5-Grad-Ziel (wo durch das Abschmelzen der Arktis-Eises eine weitere Verschärfung eintritt) nur noch 0,3 Grad. Und das schon in den 1980ern eingebrachte Ein-Grad-Ziel ist längst überschritten.

Wer sich irgendwie in Punkto Umwelt und Klimaschutz engagiert oder sich dafür interessiert sollte also bitte nie mehr diese ominören "zwei Grad" in den Mund nehmen. Um die Klimakathastrophe aufzuhalten abzumildern müssten wir die Durchschnittstemperaturen so schnell wie möglich senken, nicht nur den Anstieg begrenzen!

- Thomas
 
Fefe hat einen Artikel von Tagesspiegel verlinkt, der den Sommer zumindest für Berlin/Brandenburg noch katastrophaler beschreibt.

Eine Ergänzung aus dem verlinkten Artikel:

Der Sommer 1976 war deutlich trockener als der aktuelle, aber inklusive April und Mai ist 2018 wiederum das trockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor 125 Jahren. [...] Die Böden bräuchten einen verregneten Herbst und einen schneereichen Winter, damit im Jahr 2019 noch großflächig Obst und Gemüse angebaut werden können.


Die "gute" Nachricht ist: vermutlich würden wir es im Supermarkt nicht einmal bemerken, wenn hierzulande ein paar Jahre lang keine Landwirtschaft im großen Stil möglich wäre -- außer natürlich die Bauern, die dann Kompensation für ihre Ertragsausfälle wollen. Und die Bionade-Biedermeier, die sich freuen, dass die einheimischen Wassermelonen plötzlich so günstig sind.

Aber die Länder, denen wir die eigenen Erträge wegkaufen werden es umso mehr bemerken.
 
Sörry für die Weltuntergangsstimmung diese Woche... :)

  
Eigentlich hatte ich mir für dieses Wochenende ein spannendes Projekt vorgenommen... aber bei der (erfolglosen) Recherche ist mir was anderes eingefallen: ich sollte mal Werbung für die tolle Seite alternativeto.net machen.

Auf dieser Seite kann man einfach den Namen eines (Software-) Dienstes eingeben und bekommt eine Liste von mehr oder minder brauchbaren Alternativen. Die Ergebnisse kann man dann noch nach Plattform (z.B. Linux) und Lizens (z.B. Free) filtern und schon hat man eine noch bessere Liste. Die Vorschläge sind jeweils selbst ausführlich vorgestellt und durch User kommentiert.

Damit habe ich schon so einige schöne Projekte gefunden. Beispielsweise steht aktuell auf Platz 2 der Facebook-Alternativen Diaspora. Weiter unten in der Liste steht neben Twitter auch Mastodon auch Friendica und Hubzilla -- also für jeden Geschmack was dabei. So habe ich übrigens ursprünglich Diaspora gefunden.

Als Alternative zu Dropbox finde ich natürlich NextCloud und ownCloud und viele weitere.

Wie bin ich nun heute darauf gekommen? Ich habe eine Möglichkeit gesucht, meine Ordner vom Netzwerkspeicher mit lokalen Kopien zu synchronisieren. Die nicht unwesentliche Einschränkung ist dabei, dass der Netzwerkspeicher ja am Telekom-Router hängt und ich dort somit nicht einfach beliebige Software (wie etwa einen Server für ownCloud oder NextCloud) ausführen kann. Ich bräuchte also eine Software, die bei mir lokal läuft und mit einem simplen Remote-Speicherort synchronisiert. Aber das hätte ich gerne so komfortabel wie bei Dropbox.

Naja, wie eingangs erwähnt war die Recherche bisher erfolglos. Ich werde also bis auf weiteres manuell synchronisieren und das Projekt zurückstellen, bis ich meinen Router durch eine quelloffene und besser konfigurierte WLAN-Alternative ersetze. Vielleicht bin ich dann mit dem Software-Ausführen am "Server" / Router auch flexibler.

Schade. Aber meine Wochenendprojekte können ja nicht immer klappen ;)

- Thomas
  
Auch Framasoft bzw deren Initiative De-Google-ify the Internet hat eine ganz gute Übersicht. Hab die beiden noch nicht verglichen.
De-google-ify Internet

Bild/Foto

The web giants centralize our digital lives in exchange for their services The Free Software community offers alternative ethical services The Framasoft network intends to prove itby hosting them (file sharing, communication, collaborative work...)' (from Google, Apple, Facebook, Amazon, Microsoft…) Discover free alternatives to replace it. On th...

 
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Gericht urteilt: Durchsuchung bei Zwiebelfreunden war rechtswidrig

Das Landgericht München hat nach einer umstrittenen Razzia bei den Zwiebelfreunden den Durchsuchungsbeschluss aufgehoben. Die Behörden müssen alle beschlagnahmten Gegenstände zurückgeben.


Rechtswirdrig...?

WIRKLICH?

Na das Urteil hat die Verantwortlichen bestimmt ziemlich überrascht. Konnte ja keiner mit rechnen...