Ich bin heute leider beschäftigt... wer etwas zu lesen braucht, dem sei der Heise-Artikel über die Urheberrechstreform empfohlen. Damit werde ich mich heute (später) auch noch eingehender beschäftigen.

Die zentrale Frage für mich ist: sind unsere Pläne für einen öffentlichen Hub damit überhaupt noch möglich ohne ein Upload-Filter-System zu entwickeln? Ändert sich irgendwas, wenn wir Mitglieder nur auf Einladung zulassen, nicht völlig öffentlich? Sind wir als werbefreie Plattform vielleicht (wie Wikipedia) von der Filterpflicht befreit? Fragen über Fragen...

Ich befürchte ja so langsam, dass bei den vielen vagen Formulierungen bei Heise auch die EU-Parlamentarier nicht so genau wissen, was sie da eigentlich beschlossen haben...

Ich habe gestern schonmal in einem Kommentar gefragt, ich frage noch einmal hier: liest hier vielleicht ein Jurist mit, der die Sache verfolgt und bereit ist, (völlig unverbindlich) Fragen von Administratoren zu beantworten? Wir sitzen ja nun fast alle im selben Boot, zumindest wer in der EU wohnt, die Fragen gehen uns also alle an.

Aber das soll es für heute schon gewesen sein. Wie gesagt: ich bin leider ziemlich beschäftigt und sollte mich eigentlich um andere Dinge kümmern :)

- Thomas
  
ohne ein Upload-Filter-System zu entwickeln


Nur um der Frage vorzubeugen: nein, dazu sind wir ziemlich sicher nicht in der Lage...
  
Urheberrechtsreform: Was hat das EU-Parlament tatsächlich beschlossen?

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Das Internet verloren, die Kulturindustrie gerettet –  die geplante EU-Urheberrechtsnovelle lässt viele Deutungen zu. Wir klären, was Sache ist.
  
Ich fürchte nicht. Wenn der Server Beiträge förderiert sind die ja schon für die Öffentlichkeit zugänglich.
  
Aber nicht "direkt"?
  
Hm. Guter Punkt... kennt jemand einen Juristen? ;)
  
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Diese Space-Cubes mit Experimenten drin kenne ich doch von Methodisch Inkorrekt...?

Groovy!

NASA (unofficial)NASA (unofficial) schrieb den folgenden Beitrag Sat, 15 Sep 2018 00:40:24 +0200
Tomorrow’s #ICESat2 launch comes with a bonus — a pair of tiny satellites that will study how energetic electrons make their way into our atmosphere from space. Meet the twin ELFIN CubeSats hitching a ride to orbit: https://go.nasa.gov/2xk690y
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xkcd (unofficial)xkcd (unofficial) schrieb den folgenden Beitrag Mon, 10 Sep 2018 06:30:13 +0200


All I want is a secure system where it's easy to do anything I want. Is that so much to ask?

  zuletzt bearbeitet: Sun, 09 Sep 2018 07:34:10 +0200  
Sigmund Freud hat drei Kränkungen der Menschheit identifiziert:

Kränkungen der Menschheit ist ein von Sigmund Freud im Jahr 1917 geprägter Begriff für umstürzende wissenschaftliche Entdeckungen, die, so Freuds These, das Selbstverständnis der Menschen in Form einer narzisstischen Kränkung in Frage gestellt haben.


1) Kopernikus hat gezeigt, dass die Erde -- und somit der Mensch -- nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Das kratzt natürlich schon am Ego...

2) Darwin hat dann noch gezeigt, dass sich der Mensch durch Evolution aus anderen Spezies entwickelt hat. Also ist auch die Sonderstellung gegenüber der Tierwelt nicht so ganz haltbar.

3) Freud selbst hat schließlich gezeigt, dass der Mensch nicht rational ist, sondern überwiegend Triebgesteuert. Woah... a propos übergroßes Ego... mein lieber Herr Freud! Aber wegen mir darf sich der bescheidene Herr selbst in diese Reihe schreiben. Es passt ja schon ganz gut...

Menschheitsgeschichtlich sind das schon ziemlich dicke Brocken, die wir da schlucken mussten. Und diese Erkenntnisse haben sicherlich die Philosophiegeschichte beeinflusst und unsere Gesellschaft, wie sie heute ist erst ermöglicht.

Aber eine Besonderheit können wir uns noch einreden: ja klar, wir sind nicht der Mittelpunkt des Universums, und wir sind vielleicht aus anderen Tieren hervorgegangen und haben einige tierische Verhaltensweisen, aber immerhin ist der Mensch das einzige Wesen, dass so komplexe Sprachen und Sozialstrukturen entwickelt hat, dass es die ganze Welt beherrscht.

Nun... mach Dich auf die nächste Kränkung gefasst, liebe Menschheit.

Denn wir nähern uns der Schwelle, an der wir die Existenz von Cyborgs akzeptieren müssen. Und das bedeutet, dass es schon sehr bald Mitglieder der menschlichen Gesellschaft gibt, die keine Menschen sind. Die wissenschaftliche Strömung, die diese Fragen stellt und ihnen nachgeht heißt Posthumanization (nicht zu verwechseln mit Transhumanisten -- das sind die gruseligen "geisteskranker Wissenschafter"-Verwandten der Posthumanisten). Posthumanisten fragen sich: wie verändert sich unsere menschliche Gesellschaft, wenn wir nicht nur mit anderen Menschen menschlich interagieren können und müssen?

Da fallen mir doch direkt ein paar aktuelle Fallbeispiele ein... Wie verändert sich der Umgangston zwischen Menschen, wenn unser Nachwuchs gewohnt ist, Geräten Sprachbefehle zu geben? Lässt sich (zwischenmenschliche) Ethik so einfach auf Cyborgs oder menschenähnliche Roboter übertragen? Falls ja, wo hört die Menschenähnlichkeit auf? Hat dann auch der Kühlschrank mit KI und Sprachsteuerung ein Recht auf körperliche Unversehrtheit?

Und wenn wir schon darüber diskutieren, dass nichtmenschliche Wesen Teil unserer Gesellschaft werden können: wie sieht es mit intelligenteren Tieren aus? Wenn die menschliche Ethik auf Cyborgs und Roboter ausgeweitet wird, mit welchem Recht werden Menschenaffen und andere intelligente Tiere ausgeklammert? Und wo ist dann die Grenze?

Diese Fragen werden in naher Zukunft keine philosophisch-akademischen Gedankenspiele sein, sondern auch dem kleinen Mann auf der Straße in die Augen springen. Können wir -- wir alle, als Spezies -- akzeptieren, dass wir Nichtmenschen wie Mitmenschen behandeln müssen? Zuerst einmal müssen wir wohl akzeptieren, dass wir Menschen nicht einmal die einzigen Wesen sind, die zu menschlicher Interaktion fähig sind... und wenn es soweit ist sollten wir einige Sprachkonstrukte kritisch hinterfragen...

Ich glaube, ich muss mal schauen, ob es zu dem Thema schon spannende Literatur gibt!

- Thomas
  
@Thomas Runge Wie kann Dir das zweimal gefallen ?
  
Das zweite ist von meinem Diaspora-Account. Damit meine Kontakte dort auch mitbekommen, dass mir was gefällt ;)

Scherz beiseite: wenn ich es auch mit dem Diaspora-Account like wird es in Diaspora weiter verteilt. Nämlich an alle Pods, mit denen der Account irgendeine Connection hat. Geht also um Reichweite, nicht darum, den Counter zu erhöhen.
 
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Oberlandesgericht: Meinungsfreiheit sticht Hausrecht bei Facebook

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Facebook muss die Meinungsfreiheit und andere Grundrechte so beachten wie der Staat, sagt das Oberlandesgericht München. Interne Löschvorgaben seien ungültig.

  
Heute ist der 1. September. Das heißt, dass der August vorbei ist. Das wiederum heißt, dass die Wetterdaten für den "Jahrhunderthöllensommer"-Monat nun vollständig vorliegen.

Ich habe auf www.wetterkontor.de geschaut, wie der Monat nun im Vergleich zu den letzten Jahren "abgeschnitten" hat: die Durchschnittstemperatur war mit 18,3°C etwa 1,9 Grad höher als im aktuellen 30-Jahres-Durchschnitt für August-Temperaturen, die Niederschlagsmenge war mit 36,3l/qm nur bei 53% des aktuellen 30-Jahres-Durchschnitt für August-Niederschläge. Also kurz und knackig zusammengefasst: im Durchschnitt ungefär zwei Grad wärmer als üblich, aber mit nur halb so vielen Niederschlägen sehr trocken.

Was sagt uns das, dass sich sehr viele über den unglaublich heißen Sommer beschwert haben? Abgesehen davon, dass das hierzulande ja ziemlich normal ist -- im Sommer ist es immer viel zu heiß, im Winter viel zu kalt -- sagt es mir persönlich auch, dass die "Klimaschutzziele" vielleicht nochmal überdacht werden sollten:

Das Zwei-Grad-Ziel beschreibt das Ziel der internationalen Klimapolitik, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Das Ziel ist eine politische Festsetzung, die auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse über die wahrscheinlichen Folgen der globalen Erwärmung erfolgte.


Was bedeutet ein Temperatur-Anstieg von durchschnittlich zwei Grad? Dass der aktuelle August ein völlig normaler Sommer sein wird. Wenn das ein völlig normaler Sommer ist, dann wird es natürlich mal angenehmere Sommer geben, und dann mal wieder extrem heiße Sommer, wo der Durchschnitt nochmal zwei oder vier Grad höher liegt. Der August 2003 war beispielsweise noch etwas wärmer (Durchschnittstemperatur 19,5°C). Eine Studie der EU hat ergeben, dass in diesem Sommer (der nur "ein bisschen wärmer" war als der aktuelle!) über 70.000 Menschen in Europa durch die Hitzewelle starben.

Es sollte mit diesem Sommer auch dem letzten Dödel klar sein, dass die Klimakathastrophe Realität ist. Aber die Ansicht, dass dieses "Zwei-Grad-Ziel" so eine Art "die Politiker streiten da ein wenig rum und dann wird es halt drei oder fünf Grad, aber da wird sich doch eh kaum was ändern"-Gerede ist, da sollten wir als Akademiker mal langsam vehementer widersprechen. Etliche Fachleute tun das bereits:

Das Zwei-Grad-Ziel wird von Einigen für nicht ausreichend angesehen. So bedeutet eine Erwärmung um zwei Grad für indigene Völker eine Zerstörung ihrer Kultur und Lebensweise, sei es in arktischen Regionen, in kleinen Inselstaaten oder in Wald- oder Trockengebieten, sowie den fast vollständigen Verlust aller Korallenriffe weltweit. Die Grenze für ein Abschmelzen der grönländischen Eismassen liegt nach einer im Jahr 2012 erschienenen Studie zwischen 0,8 und 3,2 Grad. Einige Klimaforscher halten das Zwei-Grad-Ziel daher für zu hoch angesetzt und plädieren für ein 1,5-Grad-Ziel. Stefan Rahmstorf bezeichnet den Begriff des Zwei-Grad-"Zieles" als irreführend, da wohl niemand, der "bei Sinnen" sei, eine Erwärmung um zwei Grad herbeiführen wolle. Es gehe vielmehr darum, diese unter allen Umständen zu verhindern.

So plädierte die Deutsche Physikalische Gesellschaft schon im Dezember 1985 und erneut im Jahr 1987, gemeinsam mit der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, für die Einhaltung eines Ein-Grad-Ziels.

In einer im Jahr 2013 erschienenen Studie wurde das Speläothem-Wachstum in sibirischen Höhlen während der letzten 500.000 Jahre untersucht. Demnach reicht eine globale Erwärmung von 1,5 Grad im Vergleich zu den vorindustriellen globalen Durchschnittstemperaturen aus, um ein starkes Auftauen sibirischen Permafrostbodens bis hin zum 60. Breitengrad auszulösen. Da im Permafrost der Nordhemisphäre eine Kohlenstoffmenge gespeichert ist, die zweimal dem vorindustriellen Gehalt der Atmosphäre entspricht, bedeutet dies, dass bereits bei einer Erwärmung um 1,5 Grad ein großes Risiko für eine starke Freisetzung von Methan und Kohlenstoffdioxid aus dieser Quelle besteht, was zu einer weiteren Erwärmung führen würde.

Der Klimatologe James E. Hansen nannte im Dezember 2011 das Zwei-Grad-Ziel ein "Rezept für eine Katastrophe" (original englisch: "a prescription for disaster"). Zusammen mit 15 anderen Autoren veröffentlichte er im Jahr 2015 eine wissenschaftliche Arbeit, in der er unter anderem auf die Gefahren eines sich exponentiell beschleunigenden Meeresspiegelanstieges und extremer Stürme hinweist, die sich bei einer Erwärmung um zwei Grad ergäben.


Und nun, wo wir hoffentlich alle so langsam ins Grübeln kommen, ob ein Temperatur-Anstieg von zwei Grad so pillepalle ist, wie es gerne von Medien und Politikern suggeriert wird kommt noch eine ganz schlechte Nachricht zum Abschluss: das offizielle Ziel beschreibt eine Abweichung zum Vor-Industriellen Zeitalter, also zu den Temperaturen vor 1850. Da liegen wir im Durchschnitt schon 1,2 Grad darüber -- für das "Zwei-Grad-Ziel" bleiben also eigentlich nur noch 0,8 Grad über. Für das 1,5-Grad-Ziel (wo durch das Abschmelzen der Arktis-Eises eine weitere Verschärfung eintritt) nur noch 0,3 Grad. Und das schon in den 1980ern eingebrachte Ein-Grad-Ziel ist längst überschritten.

Wer sich irgendwie in Punkto Umwelt und Klimaschutz engagiert oder sich dafür interessiert sollte also bitte nie mehr diese ominören "zwei Grad" in den Mund nehmen. Um die Klimakathastrophe aufzuhalten abzumildern müssten wir die Durchschnittstemperaturen so schnell wie möglich senken, nicht nur den Anstieg begrenzen!

- Thomas
 
Fefe hat einen Artikel von Tagesspiegel verlinkt, der den Sommer zumindest für Berlin/Brandenburg noch katastrophaler beschreibt.

Eine Ergänzung aus dem verlinkten Artikel:

Der Sommer 1976 war deutlich trockener als der aktuelle, aber inklusive April und Mai ist 2018 wiederum das trockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor 125 Jahren. [...] Die Böden bräuchten einen verregneten Herbst und einen schneereichen Winter, damit im Jahr 2019 noch großflächig Obst und Gemüse angebaut werden können.


Die "gute" Nachricht ist: vermutlich würden wir es im Supermarkt nicht einmal bemerken, wenn hierzulande ein paar Jahre lang keine Landwirtschaft im großen Stil möglich wäre -- außer natürlich die Bauern, die dann Kompensation für ihre Ertragsausfälle wollen. Und die Bionade-Biedermeier, die sich freuen, dass die einheimischen Wassermelonen plötzlich so günstig sind.

Aber die Länder, denen wir die eigenen Erträge wegkaufen werden es umso mehr bemerken.
 
Sörry für die Weltuntergangsstimmung diese Woche... :)

  
Eigentlich hatte ich mir für dieses Wochenende ein spannendes Projekt vorgenommen... aber bei der (erfolglosen) Recherche ist mir was anderes eingefallen: ich sollte mal Werbung für die tolle Seite alternativeto.net machen.

Auf dieser Seite kann man einfach den Namen eines (Software-) Dienstes eingeben und bekommt eine Liste von mehr oder minder brauchbaren Alternativen. Die Ergebnisse kann man dann noch nach Plattform (z.B. Linux) und Lizens (z.B. Free) filtern und schon hat man eine noch bessere Liste. Die Vorschläge sind jeweils selbst ausführlich vorgestellt und durch User kommentiert.

Damit habe ich schon so einige schöne Projekte gefunden. Beispielsweise steht aktuell auf Platz 2 der Facebook-Alternativen Diaspora. Weiter unten in der Liste steht neben Twitter auch Mastodon auch Friendica und Hubzilla -- also für jeden Geschmack was dabei. So habe ich übrigens ursprünglich Diaspora gefunden.

Als Alternative zu Dropbox finde ich natürlich NextCloud und ownCloud und viele weitere.

Wie bin ich nun heute darauf gekommen? Ich habe eine Möglichkeit gesucht, meine Ordner vom Netzwerkspeicher mit lokalen Kopien zu synchronisieren. Die nicht unwesentliche Einschränkung ist dabei, dass der Netzwerkspeicher ja am Telekom-Router hängt und ich dort somit nicht einfach beliebige Software (wie etwa einen Server für ownCloud oder NextCloud) ausführen kann. Ich bräuchte also eine Software, die bei mir lokal läuft und mit einem simplen Remote-Speicherort synchronisiert. Aber das hätte ich gerne so komfortabel wie bei Dropbox.

Naja, wie eingangs erwähnt war die Recherche bisher erfolglos. Ich werde also bis auf weiteres manuell synchronisieren und das Projekt zurückstellen, bis ich meinen Router durch eine quelloffene und besser konfigurierte WLAN-Alternative ersetze. Vielleicht bin ich dann mit dem Software-Ausführen am "Server" / Router auch flexibler.

Schade. Aber meine Wochenendprojekte können ja nicht immer klappen ;)

- Thomas
  
Auch Framasoft bzw deren Initiative De-Google-ify the Internet hat eine ganz gute Übersicht. Hab die beiden noch nicht verglichen.
De-google-ify Internet

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The web giants centralize our digital lives in exchange for their services The Free Software community offers alternative ethical services The Framasoft network intends to prove itby hosting them (file sharing, communication, collaborative work...)' (from Google, Apple, Facebook, Amazon, Microsoft…) Discover free alternatives to replace it. On th...

 
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Gericht urteilt: Durchsuchung bei Zwiebelfreunden war rechtswidrig

Das Landgericht München hat nach einer umstrittenen Razzia bei den Zwiebelfreunden den Durchsuchungsbeschluss aufgehoben. Die Behörden müssen alle beschlagnahmten Gegenstände zurückgeben.


Rechtswirdrig...?

WIRKLICH?

Na das Urteil hat die Verantwortlichen bestimmt ziemlich überrascht. Konnte ja keiner mit rechnen...

  
Der #Tiergarten-Nürnberg hat einen neuen Löwen!

Neuer Löwe im Tiergarten

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Seit Freitag, 10. August 2018, hat der Tiergarten der Stadt Nürnberg einen neuen Asiatischen Löwen. Das Männchen Subali kam aus dem spanischen Zoo Jerez  de la Frontera nach Nürnberg.


Hoffentlich können wir den bald mal besuchen... Und hoffentlich versteht er sich gut mit seiner Aarany.

#Caturday

- Thomas
  
...dafür ist der alte Fritz gestorben... :/
 
Gorilla Fritz im Tiergarten Nürnberg ist tot

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Mit Gorilla Fritz ist am Montag, 20. August 2018, der älteste in europäischen Zoos lebende Gorilla im Tiergarten der Stadt Nürnberg gestorben. Fritz war eine echte „Tierpersönlichkeit“. Er wurde 1963 in Kamerun geboren. Im Mai 1966 kam er in den Tierpark Hellabrunn in München. Am 2. November 1970 zog er in den Tiergarten Nürnberg um.

 
Wer gerne eine wilde Mischung aus Gothic/Celtic/Mittelalter/80er online hören möchte. ist evtl. hiermit https://www.alchemy-sound.com/ sehr gut bedient: Ein (Underground?)-Sender aus Italien, komplett ohne Werbung, mit englischsprachiger Musik, dem einen oder anderen italienischen Titel und definitiv einem starken deutschen Schwerpunkt (Rammstein, Witt&Heppner, Dunkelschön, Faun, Sopor Aeternus, ...). Die Mischung trifft meinen Geschmack ziemlich gut und ich höre es mittlerweile täglich auf Arbeit. Evtl. ist das auch für jemand von Euch etwas?
  
Poste sowas doch an @GothZilla. Ich bin mal so frei...

Da ist zwar (noch) keiner, aber da wäre es nicht off-topic ;)

  
3 Monate Briar -- und das Experiment ist für mich beendet.

Ich hatte zu Spitzenzeiten fünf Kontakte, aber inzwischen bin ich dort alleine.

Woran scheitert es?

Zunächst einmal ist da die technische Einschränkung, dass es bisher nur eine Android-App gibt. Ich hätte noch zwei Interessenten, die aber kein Android haben. Also ist denen Briar schonmal verschlossen.

Dann gibt es noch ein mächtiges technisches Problem: Nachrichten kommen nur unzuverlässig an. Ich wollte Briar mit zwei Freunden für eine Festival-Koordination nutzen und es ist glatt durchgefallen. Der eine wollte die App nicht dauernd laufen lassen, weil der Akku dabei so schnell leer ist, und der andere hatte es zwar (nach eigener Aussage) laufen, hat aber Nachrichten zum Teil erst 1-2 Tage (!) später bekommen. Das ist kein Instant-Messaging... da sind Emails schneller. Da ist es am Festival sogar schneller, wenn wir uns zweimal am Tag an einem festen Punkt verabreden...

Trotz der genialen Idee machen die Nachteile die App also in meinen Augen unbrauchbar.

Somit ist meine einzige Messanger-Empfehlung nach wie vor: XMPP mit OMEMO. Das ist universell einsetzbar (Android: Conversations, iPhone/iPad: ChatSecure, Windows/Linux/Mac: Pidgin) und funktioniert auch, wenn einer der Gesprächspartner vorübergehend nicht online ist.

Was ist mit den tollen Features von Briar? Im Vergleich mit XMPP mit OMEMO bleiben davon eigentlich nicht viele übrig: die Nachrichten sind zwar nicht nur lokal gespeichert, aber durch die Verschlüsselung auf den Servern nicht auslesbar. Der Nachteil von XMPP ist aber natürlich, dass die Metakommunikationsdaten für Dritte nachvollziehbar sind (also wer mit wem wie intensiv Kontakt hat). Gruppenchats kann XMPP auch, und mit OMEMO auch verschlüsselt.

Wer aus welchen Gründen auch immer sehr viel Wert auf die Anonymisierung seines Instant-Messangers legt, der mag den ein oder anderen Kontakt zu Briar überreden können; aber sicherlich wird niemand mit Briar als einzigem Messanger auskommen.

Wer FOSS-Programme und dezentrale Kommunikation in seinem Bekanntenkreis verbreiten möchte wird wohl mit XMPP mehr Erfolg haben, als mit Briar. Ich werde jedenfalls bis auf weitere wieder ausschließlich XMPP empfehlen.

- Thomas
  
...und noch eine Idee zu den Metakommunikationsdaten: wer da wirklich privat bleiben will kann sich ja auch einen eigenen XMPP-Server aufsetzen und den potentiellen Gesprächspartnern statt Briar zu empfehlen einen Account auf dem Server anlegen. Wenn alle Beteiligten auf dem selben Server sind dürfte doch nur der Server-Admin Zugriff auf die Meta-Daten haben, oder?

Anders als in Briar kann man nämlich in Conversations & Co. auch mehrere Identitäten haben! z.B. ein Account mit echtem Namen und einer mit Pseudonym.
  
Der Kuketz-Blog hat übrigens eine Anleitung für Wechselwillige für Conversations bereitgestellt.
 
Ich hatte es ganz sicher auf der Festival laufen.
Jetzt habe ich neue Handy, wenn wir und nächstesmal treffen lassen wir und Briar noch eine neue Chance geben.

  
Gerade habe ich einen Beitrag gelesen, der einen Vorschlag für eine Handyquette macht. Hier die von Gregor Honsel vorgeschlagenen Punkte:

1. Das reale Gegenüber hat immer Priorität. Beschäftige Dich bei einem Date nicht ständig mit dem Smartphone. Und wenn‘s wirklich wichtig ist, frag um Erlaubnis.

2. Vermittle Deinen Mitmenschen nicht den Eindruck, dass das, womit sie sich gerade in der realen Welt beschäftigen, für Dich langweilig oder unwichtig ist – zum Beispiel durch exzessives Rumdaddeln während einer Besprechung oder eines Vortrags.

3. Störe Deine Umgebung nicht durch laute Telefonate, Musik oder Tastentöne, durch helle Bildschirme in dunklen Kinosälen oder sichtversperrendes Filmen auf Konzerten.

4. Beim Autofahren, Radeln, Gehen: Augen und Finger weg vom Bildschirm. Wenn Du glaubst, Du kannst multitasken – vergiss es. Keiner kann es. Du auch nicht.

5. Die Nervigkeit eines Klingeltons ist erfahrungsgemäß direkt proportional zu der Dauer, das Gerät ganz tief unten aus der Tasche zu fischen. Sieh zu, dass Du Dein Handy findest, wenn es klingelt!

6. Wenn Du unbedingt Selfies machen willst, steh anderen Leuten nicht im Weg herum.

7. Nötige anderen nicht Deine Kommunikationskanäle auf. Wer nicht bei WhatsApp oder Facebook ist, hat möglicherweise gute Gründe dafür. Schneide solche Menschen nicht von der Kommunikation ab, sondern spreche sie auf ihren bevorzugten Kanälen an. Auch wenn‘s umständlicher ist.

8. Klingele nicht bis zur Voicebox durch und sag dann nichts.

9. Denke mindestens 30 Sekunden über Quelle und Relevanz einer Nachricht nach, bevor Du sie weiterleitest.

10. Verbreite nicht ungefragt Daten oder Fotos Dritter. Auch nicht von Deinen Kindern.

11. Blockiere nicht ewig öffentliche Steckdosen. Ist der Akku halbwegs voll, mach sie frei.


Ich finde diese Benimmregeln sind ein guter Einstieg. Eigentlich würde ich die Regeln am liebsten alle einzeln kommentieren, aber dann steht doch nur immer wieder da, dass ich die Regel toll finde... lieber steuere ich noch ein paar weitere Vorschläge bei, die ich als schlechte Angewohnheiten bei mir selbst beobachten kann (ich gelobe hiermit Besserung!):

* Zeige in Gesprächen nicht einfach Bilder oder Videos. Wenn es unbedingt sein muss kannst Du ja zumindest fragen, ob es jemanden interessiert (und das Gezeigte sollte natürlich zum Gesprächsthema passen, siehe 1 und 2)

* Lass Dein Handy nicht dauernd auf dem Tisch liegen. Du willst Dich doch mit den Leuten am Tisch unterhalten und nicht dauernd auf Dein Handy schauen... (siehe 1 und 2)

* Halte Dein Handy in der Öffentlichkeit so, dass die Kamera nicht auf andere Menschen zeigt. Und halte es nach Möglichkeit so, dass niemand auf das Display schauen kann.

* Wenn Du in einer Runde telefonieren willst oder musst, dann entschuldige Dich und stehe vom Tisch auf. Die Leute bei Tisch müssen ja nicht alles mithören.

* Wenn Du in einer Runde etwas anderes am Handy machen musst sage zumindest, was Du gerade tust. Eine Entschuldigung für die Unterbrechung kann auch nicht schaden.

* Telefoniere nicht im Bus, Zug oder Aufzug. Im Bus oder Aufzug kann man gewöhnlich die paar Minuten warten, bis man aussteigen kann, im Zug kann man zumindest in den Zwischengang gehen. Lesen oder Texten ist in diesen Situationen natürlich vollkommen ok (sofern man alleine reist).

Die Idee einer Handyquette finde ich generell sehr begrüßenswert.

Warum braucht es erst ein Sommerloch, dass jemand mit diesem Vorschlag kommt? Antwort: braucht es nicht. Natürlich ist nicht der erste Beitrag zum Thema Handyquette... Hier ein paar weiterführende Links:

* Huffington Post (eher schonoben genannte Punkte)

* NY Times (mit einigen weiteren lesenswerten Vorschlägen)

* Forbes (etwas allgemeiner gefasst, aber auch mit Handy-Regeln)

- Thomas

  
Sieht wohl aus als hätte ich Sommerpause... oder anders ausgedrückt: es ist zu heiß, als dass mein Hirn kreativ funktionieren könnte...

Abhilfe schafft eine schöne Wald-Wanderung oder ein Besuch in einer Höhle :) Also: einfach mal abschalten.

- Thomas
 
Ein kleines Fundstück aus den tiefen des Internets habe ich aber trotzdem: Hassen bei Vögeln ( Danke, @(((chaospunk))) )

Wichtigster Absatz:

Möwen begleiten das Hassen häufig durch Erbrechen des Mageninhaltes auf das Opfer, bei der Wacholderdrossel wird zielsicheres Kotspritzen beobachtet.


...die Vögel wissen also selber, dass hassen Scheiße und zum Kotzen ist... ;)

Da könnte man doch irgendwas von lernen, oder...?

  
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Ein Blick nach China und Indien, was bereits heute Realität ist oder in naher Zukunft geplant -- etwas deprimierend zu lesen, aber im Gegensatz zu vielen Aluhut-Dystopien ohne "was wäre wenn"'s:

Missing Link: Nothing to Hide, oder: Wie mit "Social Scoring" die Privatsphäre abgeschafft wird

Bild/Foto

Datenschutz? Ach, komm: Was bleibt angesichts datengetriebener IT-Großprojekte zur Durchleuchtung der gesamten Bevölkerung noch vom Wesen der Privatheit?

  
Krasse erkenntnis der Woche: die Dinosaurier sind nicht ausgestorben! :-o

Wikipedia erklärt:

In der klassischen Systematik werden die Dinosaurier als ausgestorbener Zweig der Reptilien betrachtet, aus kladistischer Sicht jedoch schließen die Dinosaurier als systematische Einheit die Vögel, die aus kleinen theropoden Dinosauriern hervorgingen, mit ein. Somit sind nicht alle Dinosaurier während des Massenaussterbens am Ende des Mesozoikums untergegangen, sondern mit den Vögeln überlebte eine spezielle Entwicklungslinie der Dinosaurier bis heute.


Das heißt insbesondere, dass Dr. Ian Malcom sich irrte, als er sagte, die Dinosaurier hatten ihre Chance. Sie haben sie noch immer. Und von wegen, Menschen hätten nie Dinosaurier gejagd!

Sie leben noch immer!11!1

...und das ist eine tolle Gelegenheit, mal Werbung für den Welt-Jurassic-Park in Walsrode zu machen. Fahrt mal bei Gelegenheit hin, wenn ihr Dinosaurier sehen, füttern und anfassen wollt!

- Thomas

  
DigitalCourage berichtet heute von der Demo gegen das Polizeiaufgabengesetz in NRW. Dabei hat mich ein bestimmter Beitrag zu meinem Thema inspiriert:

Da wir vor Ort keine Möglichkeit zum Verpixeln von Gesichtern haben, werden wir von der Demo selbst keine Fotos twittern.


Ich musste spontan an eine App des Guardian Projects denken (auf die in den Kommentaren inzwischen auch hingewisen wurde), nämlich ObscuraCam.

ObscuraCam ist anders als der Name vermuten lässt keine Cam, sondern ein Bild-Anonymisierungs-Tool. Ich hatte es vor einiger Zeit mal kurz ausprobiert, aber hatte für mich als Privatmensch keinen großen Nutzen darin gesehen. Wenn man allerdings Bilder mit dem Handy aufnehmen und direkt ins Internet hochladen möchte, dann ist es schon cool. Denn es tut das da:

Bild/Foto

Das Bild habe ich mit meiner üblichen Cam-App aufgenommen und dann in ObscuraCam geöffnet. Die Gesichter werden größtenteils automatisch erkannt und ausgepixelt -- bei dem konkreten Foto hat es nur eines erkannt, aber ich hatte auch Fotos, wo mehrere Gesichter automatisch erkannt und ausgepixelt wurden. Nicht erkannte Gesichter (oder andere Bereiche, die man nicht zeigen möchte) kann man dann einfach durch antippen nachtragen.

Als freundlicher Nebeneffekt werden direkt die Metadaten entfernt -- zumindest stellt MAT fest, dass die Datei Clean ist. Das bearbeitete Bild kann also direkt aus ObscuraCam heraus (per Share-Funktion anderer Apps) mit dem Internet geteilt werden!

Egal, ob nun Berichterstattung von der Demo oder private Fotos für Facebook -- diese App ist sicherlich nützlicher als ich zunächst dachte.

Was hat das Guardian Project noch so zu bieten? Am bekanntesten ist vermutlich Orfox / Orweb und Orbot -- quasi das TOR Browser Bundle für's Handy. Orbot ist übrigens auch ein ziemlich nützliches Tool, weil es auch eine VPN-Modus bietet. Wenn er läuft kann er den Datenverkehr ausgewählter Apps über das Tor-Netzwerk senden. Ich verwende das beispielsweise für den Youtube-Wrapper NewPipe. Geht doch Google nichts an, ob ich das grade bin, der die neuesten Roboter-Videos guggd...

Eine weitere spannende App ist CameraV, das ist quasi das Gegenteil von ObscuraCam: als Journalist möchte ich ja vielleicht in manchen Situationen mein Foto nicht möglichst anonymisieren, sondern im Gegenteil, nachweisen, wann und wo es aufgenommen wurde. Genau das bietet CameraV: Bilder werden lokal verschlüsselt und mit Passwortschutz versehen und offenbar mit einem ganzen Haufen von Meta-Daten aus der ganzen Spannweite der Handy-Sensoren-Daten versehen. Kann ja durchaus mal sinnvoll sein.

Dass sich die Apps des Projekts vor allem an Journalisten und politische Aktivisten richtet wird spätestens mit der schönen App Ripple klar. Ripple kann ein Panic-Signal an andere Apps senden, wodurch diese sich dann tarnen, verstecken oder komplett entfernen können. Selbstverständlich unterstützen die Apps des Guardian Projects so ein Panic-Signal, aber z.B. auch Briar bietet das in den Optionen an. Aber bitte löscht nun nicht versehentlich Eure Briar-Datenbanken beim Herumspielen.

Eine letzte App möchte ich noch erwähnen, weil wir die schon einmal als Thema am Stammtisch hatten: Haven (auch im F-Droid-Store erhältlich, aber nicht in der Rubrik "Guardian Project"). Haven nutzt die dem Handy zur Verfügung stehenden Mittel (Cam, Mikrofon, Bewegungssensor), um zu erkennen, ob sich jemand in der Nähe aufhält und speichert diese "Detections" und / oder sendet eine SMS an ein anderes Handy. Ich kann damit also überwachen, ob meine privaten Räume wirklich privat sind, oder ob sich jemand unbemerkt Zutritt verschafft.

Der Hinweis, dass man mit der Verwendung dieser App schnell in juristisch fragwürdige Situationen kommen kann, erübrigt sich hoffentlich (heimliche Ton- und Video-Aufzeichungen sind in Deutschland verboten!) Allerdings zeigt diese App auch recht beeindruckend, wozu so ein Handy eingesetzt werden kann. Wie viele Apps greifen etwa heimlich auf Euer Mikrofon zu? Oder gar auf die Cam?

Fröhliche Paranoia!

- Thomas

  
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Missing Link: Viele Falten - wieso Vielfalt ein eigener Wert ist

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Vielfalt? Diversity? Wir sollten öfter erklären, warum sie ein Wert ist. Und warum es manchmal richtig ist, an der individuellen Intelligenz zu zweifeln.