Eigentlich hatte ich mir für dieses Wochenende ein spannendes Projekt vorgenommen... aber bei der (erfolglosen) Recherche ist mir was anderes eingefallen: ich sollte mal Werbung für die tolle Seite alternativeto.net machen.

Auf dieser Seite kann man einfach den Namen eines (Software-) Dienstes eingeben und bekommt eine Liste von mehr oder minder brauchbaren Alternativen. Die Ergebnisse kann man dann noch nach Plattform (z.B. Linux) und Lizens (z.B. Free) filtern und schon hat man eine noch bessere Liste. Die Vorschläge sind jeweils selbst ausführlich vorgestellt und durch User kommentiert.

Damit habe ich schon so einige schöne Projekte gefunden. Beispielsweise steht aktuell auf Platz 2 der Facebook-Alternativen Diaspora. Weiter unten in der Liste steht neben Twitter auch Mastodon auch Friendica und Hubzilla -- also für jeden Geschmack was dabei. So habe ich übrigens ursprünglich Diaspora gefunden.

Als Alternative zu Dropbox finde ich natürlich NextCloud und ownCloud und viele weitere.

Wie bin ich nun heute darauf gekommen? Ich habe eine Möglichkeit gesucht, meine Ordner vom Netzwerkspeicher mit lokalen Kopien zu synchronisieren. Die nicht unwesentliche Einschränkung ist dabei, dass der Netzwerkspeicher ja am Telekom-Router hängt und ich dort somit nicht einfach beliebige Software (wie etwa einen Server für ownCloud oder NextCloud) ausführen kann. Ich bräuchte also eine Software, die bei mir lokal läuft und mit einem simplen Remote-Speicherort synchronisiert. Aber das hätte ich gerne so komfortabel wie bei Dropbox.

Naja, wie eingangs erwähnt war die Recherche bisher erfolglos. Ich werde also bis auf weiteres manuell synchronisieren und das Projekt zurückstellen, bis ich meinen Router durch eine quelloffene und besser konfigurierte WLAN-Alternative ersetze. Vielleicht bin ich dann mit dem Software-Ausführen am "Server" / Router auch flexibler.

Schade. Aber meine Wochenendprojekte können ja nicht immer klappen ;)

- Thomas
  
Auch Framasoft bzw deren Initiative De-Google-ify the Internet hat eine ganz gute Übersicht. Hab die beiden noch nicht verglichen.
De-google-ify Internet

Bild/Foto

The web giants centralize our digital lives in exchange for their services The Free Software community offers alternative ethical services The Framasoft network intends to prove itby hosting them (file sharing, communication, collaborative work...)' (from Google, Apple, Facebook, Amazon, Microsoft…) Discover free alternatives to replace it. On th...

  zuletzt bearbeitet: Sat, 09 Jun 2018 18:46:52 +0200  
Heute mal was Praktisches, weil ich gerade in paar Minuten gebraucht habe, um es hinzubekommen: wie richte ich einen #Netzwerkspeicher mit #Speedport und #Debian 9 ein?

Erstmal: eine USB-Festplatte an den Router hängen und unter speedport.ip im Bereich Heimnetzwerk -> Benutzer verwalten einen Benutzer anlegen. Jeder Benutzer hat einen eigenen Ordner und kann auf bis zu zwei weitere freigegebene Ordner zugreifen. Warum maximal zwei? Keine Ahnung... die Wunder der Telekom. Die Einstellungen sind ansonsten Selbsterklärend, die Häkchen für FTP brauche ich nicht.

Ich habe also einen Benutzer "thomas" mit seinem persönlichen Ordner und einen weiteren Ordner "Sharing". Was das Telekom-Handbuch nun verschweigt ist, wie ich auf diese Ordner zugreifen kann. Eine kurze Google-Suche ergibt ein sehr hilfreiches "im Windows Datei-Explorer \\speedport.ip in die Adresszeile eingeben". Aber ich nutze ja wie gesagt Linux (Debian 9).

Das magische Stichwort ist nun "Samba", zusammen mit der Info "\\speedport.ip". Einen Samba-Ordner kann man nämlich als Netzwerk-Laufwerk mounten, wenn man weiß wie... und so geht es:

$ sudo apt-get install smbclient cifs-utils

Test-Verbindung aufbauen (das Passwort wird danach abgefragt):

$ smbclient -L speedport.ip -U thomas

Und wenn das geklappt hat passende Ordner anlegen und mounten:

$ mount -t cifs -o username=thomas,password=MeinGeheimesPasswort //speedport.ip/thomas nas1/thomas/
$ sudo mount -t cifs -o username=thomas,password=MeinGeheimesPasswort //speedport.ip/Sharing nas1/Sharing/


...und schon sind die Netzwerk-Ordner in den angegebenen Orten verfügbar!

Auch auf die Gefahr hin, dass das niemanden außer mir interessiert... ich bin grad schon ein bisschen Stolz auf mich, dass ich das hinbekommen habe ;)

- Thomas
  
...und hier steht noch, wie man die Laufwerke direkt beim Booten einbindet.
 
Ich sehe gerade, dass ich oben einmal ohne und einmal mit "sudo" gemountet hab... scheint als wäre sudo nicht nötig, weil ich die Anweisungen aus der Konsole kopiert hatte -- also wird wohl beides geklappt haben ;)

Zu der verlinkten Anweisung mit dem dauerhaft mounten hab ich noch zwei Anmerkungen:
1. 'smbfs' heißt 'cifs', das muss in fstab entsprechend geändert werden
2. Unter QubesOS müssen die Änderungen im Template vorgenommen werden (und wirken sich folglich auf alle VMs mit diesem Template aus!)

Hier meine auf meinen Fall angepasste Kurzfassung (ausführlich mit Erklärungen ist wie gesagt oben verlinkt):

$ sudo mkdir /etc/sambapasswords
$ sudo chmod 700 /etc/sambapasswords
$ sudo gedit /etc/sambapasswords/speedport.ip


username=thomas
password=MeinGeheimesPasswort


$ sudo chmod 600 /etc/sambapasswords/myserver
$ sudo gedit /etc/fstab


Dort hinzufügen:

//speedport.ip/thomas /home/user/nas1/thomas cifs credentials=/etc/sambapasswords/speedport.ip 0 0
//speedport.ip/Sharing /home/user/nas1/Sharing cifs credentials=/etc/sambapasswords/speedport.ip 0 0
 
In Fedora 26 muss noch ein "vers=1.0," vor das "credentials..."