Wie alle Nürnberger sicherlich mitbekommen haben sind dieses Wochenende Stadt(ver)fuehrungen. Da habe ich gerade ein ziemlich cooles Projekt kennengelernt: Foodcubes. Einer dieser Foodcubes steht in der Wiese (klingt komisch, ist aber so) und konnte heute bestaunt werden.

Die Idee des Foodcubes ist, auf kleiner Fläche und ressourcenschonend Nahrungsmittel anzubauen, und zwar in einem (fast) geschlossenen Wasserkreislauf: in einem Fischcube leben, wachsen und vermehren sich Fische; aus diesem Aquarium wird ("nährstoffreiches") Wasser in einen Bereich mit Pflanzen geleitet, die die Nährstoffe aufnehmen und damit das Wasser reinigen, bevor es wieder zurückgeleitet wird. Das Prinzip nennt sich Aquaponik, allerdings hier eben sehr platzsparend für den urbanen Raum umgesetzt.

Der Foodcube in der Wiese hat außerdem noch einen Pflanzencube, in dem ganz normal Pflanzen in Erde wachsen und gedeihen. Diese Pflanzen verwenden ebenfalls das Wasser aus dem Kreislauf. Das ganze System wird durch einen kleinen Computer (und per Internet auch von Menschen) überwacht, der Strom dazu ist durch Solarenergie erzeugt -- also auch was den Strom angeht ein in autarkes System.

Sowas ist doch eine tolle Idee, um ein Stück Landwirtschaft in die Stadt zu holen. Man kann Fische beobachten, Pflanzen beim Wachsen zusehen, muss sich dabei um nicht viel kümmern (die Pflanzen müssen ja nicht extra gegossen werden -- nur hin und wieder Wasser für den Kreislauf nachfüllen). Wie gesagt: ziemlich cooles Projekt!

Mal schauen, wie sich solche Urban-Gardening-Projekte weiter entwickeln. Wenn ich sowas sehe hätte ich ja glatt auch mal Lust auf Gärtnern...

Kennt jemand ähnliche Projekte oder macht aktiv bei solchen Projekten mit?

- Thomas
  
Ich habe leider keine Fotos gemacht, weil ich dachte es wird sicherlich online welche geben. Bisher habe ich aber leider nur auf nuernberg.de ein Foto von einem anderen Foodcube gesehen.

Bild/Foto



Falls noch jemand Fotos von einem Foodcube hat: immer her damit ;)